Depressionen

Depressionen und Verlust- Therapie in München

Depressionen gehören mit zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und sollten immer professionell behandelt werden. Jedoch, woher wissen Sie, dass Sie deprimiert und nicht nur traurig sind? Traurigkeit ist eine normale Reaktion auf alltägliche Ereignisse, die z.B. enttäuschend sind oder sich als deutlich anders erweisen als wir erwartet hatten. Wenn wir traurig sind, fühlen wir uns "down". Depression geht viel tiefer. Sie äußert sich in Stimmungsschwankungen, Verlust der Freude, Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit, Interessenverlust und emotionaler Leere. Manchmal treten auch Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und Einschränkungen in der Konzentration und Merkfähigkeit auf. Hinzu kommen Gefühle der Sinnlosigkeit, alles in der Welt wird eher negativ gedeutet, die Zukunft sieht schwarz aus und suizidale Gedanken können sich einschleichen. Das Bedürfnis sich zurückzuziehen wird nicht nur zu einer Belastung für die Familie und die Freunde, sondern kann auch zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bis hin zum Arbeitsplatzverlust führen.

Manchmal treten Depressionen aufgrund externer Ereignisse auf, z.B. nach dem Verlust einer Beziehung oder eines Arbeitsplatzes, nach dem Tod eines geliebten Menschen oder nach einer großen Lebensveränderung. Während eine kurze depressive Reaktion auf die oben genannten Situationen völlig normal ist, sollten Sie sich therapeutische Hilfe suchen, wenn die Depression in keinem Verhältnis zu der Situation steht und oder eine lange Zeit (länger als zwei Wochen) andauert.

Die Verhaltenstherapie, vor allem in Kombination mit Hypnose und Meditation, bietet eine Reihe von nachweislich wirksamen Methoden und Strategien an, mit deren Hilfe Sie Ihre Depression bewältigen können. Im Mittelpunkt der Psychotherapie stehen wiederkehrende Verhaltensmuster, Emotionen und Gedanken. Ziel ist es durch das Identifizieren und Hinterfragen der negativen Gedankengänge, die Handlungsfähigkeit wieder herzustellen bzw. zu erweitern. In der Psychotherapie Berlin werden Sie sich nicht nur mit den negativen Gefühlen und Ängsten auseinandersetzen. Auch den positiven Gefühlen wird Raum gegeben, wodurch sich die Ängste reduzieren, Ihr Verhalten wieder offener und der Teufelskreis der Depression durchbrochen wird. Als approbierte Psychotherapeutin helfe ich Ihnen, die eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten zu erschließen und zu verbessern, so dass eine zufriedenstellende Lebensführung voller Hoffnung und Lebensfreude möglich sein wird.

Einige typische Denkmuster, die wir erkennen und verändern können, sind:

1) Alles-Oder-Nichts-Denken. Dieses Denkmuster kennen beispielsweise perfektionistische Menschen gut. Es zeigt sich in Gedanken wie: “Wenn ich nicht alles perfekt machen kann, brauche ich gar nicht anfangen”, “Im Leben bekomme ich gar nichts auf die Reihe”, “Durch die Depression habe ich alles in meinem Leben verloren”.

2) Fokus auf das Negative. Wenn wir depressiv sind, fällt uns all das stärker auf, das wir schlecht finden. Wir konzentrieren uns auf Aspekte, die die Stimmung noch weiter verschlechtern. Unser Blick wird auf das Schlechte fokussiert. Das kann zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung werden, die die “schwarze Brille der Depression” immer dunkler färbt.

3) Muss-und-sollte-Denken. Der Druck, etwas zu leisten, effektiv zu sein, im schlimmsten Fall jede Minute effektiv zu nutzen, um etwas von einer „To-do-Liste“ streichen zu können, führt viele Menschen in die Depression. Wenn man ständig einen strengen Lehrer oder Coach in der eigenen Psyche hat, wie soll es einem dann gut gehen?

Viele Menschen, die unter einer Depression leiden, gehen sehr kritisch mit sich selbst um. Eine der wichtigsten Komponenten ihrer Depressionen ist ein selbstabwertender Monolog, der so gewohnt ist, dass er dem Klienten selber vielleicht nicht auffällt. Um die Depression zu behandeln, ist das Lernen einer neuen Art und Weise auf sich selbst einzugehen, ausschlaggebend. Fähigkeiten, sich selbst mit Mitgefühl zu begegnen und sich sogar für die eigenen guten Eigenschaften zu loben, können erfolgreich erlernt werden und dauerhaft antidepressiv wirken.

Wer den Schlüssel für die Behandlung einer Depression sucht, muss also zunächst ein individuelles Verständnis für die Auslöser und die eigene Verletzlichkeit entwickeln. Das psychotherapeutische Gespräch, am besten in  der Kombination mit Hypnose und Meditation, sowie Ihre persönlichen, systematischen Beobachtungen zwischen den Sitzungen schärfen Ihre Wahrnehmung für zentrale Schwierigkeiten wie selbstschädigende Denk- und Verhaltensmuster. Ein wichtiger Teil der Therapie ist die Würdigung dieser Muster als Ergebnis früherer eventuell ungünstiger Lebensbedingungen, denn es ist ein wichtiger Grundsatz in meiner Therapie, dass alles, was wir lernen, zu irgendeinem Zeitpunkt eine positive Funktion erfüllt hat. Im weiteren Verlauf der Therapie geht es um die Entwicklung positiver Alternativen. Ziel ist, möglichst auf allen Ebenen (Emotionen, Gedanken, Verhalten, Körpererleben) dafür zu sorgen, dass sich die positiven Veränderungen so stark wie möglich verankern. ich helfe Ihnen gern, neue, erfrischende Perspektiven einzunehmen und Lösungen zu entwickeln, die Sie als Werkzeug gegen Depression einsetzen können.